Stickel machte deutlich, dass wirtschaftliche Stärke kein Selbstzweck sei, sondern die Grundlage für Arbeitsplätze, Bildung, Sicherheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Angesichts des dritten Rezessionsjahres in Folge brauche es einen klaren Kurswechsel: „Die Wirtschaft braucht wieder Vorfahrt. Es geht nicht darum, Unternehmen reicher zu machen, sondern darum, eine stabile und resiliente Unternehmenslandschaft zu schaffen, die unsere Gesellschaft trägt.“ Als Unternehmensberater und Kommunalpolitiker kenne er die Sorgen des Mittelstands, des Handwerks und der Industrie aus erster Hand. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede lag auf der kommunalen Ebene. „Wenn Kommunen nicht mehr handlungsfähig sind, leidet das Vertrauen in unseren Staat“, so Stickel. Aufgaben müssten wieder auf das Wesentliche konzentriert, die Finanzierung verlässlich organisiert und die Entscheidungsfreiheit vor Ort gestärkt werden. Politik müsse im Alltag der Menschen spürbar werden – für Familien, Ehrenamtliche und Unternehmer gleichermaßen. Eine solche Politik sei auch die beste Antwort auf politische Extreme.
Anschließend stand Manuel Hagel im Mittelpunkt des Abends. Stickel sprach ihm ausdrücklich die Fähigkeit zu, den notwendigen Aufbruch im Land zu organisieren: „Dir, lieber Manuel, traue ich zu, als Ministerpräsident diesen Aufbruch für Baden-Württemberg zu gestalten. Du hast gezeigt, dass die CDU wieder auf Platz eins gehört – und dass sich unser Land nicht mit Mittelmaß zufriedengeben darf.“
Hagel griff diese Botschaft auf und zeichnete ein klares Zukunftsbild für Baden-Württemberg. Angesichts internationaler Abschottung, wachsender Konkurrenz aus China und struktureller Herausforderungen im eigenen Land sei die zentrale Aufgabe der nächsten Landesregierung eindeutig: „Wirtschaft, Wirtschaft und noch mal Wirtschaft – sonst werden wir unseren Wohlstand verspielen.“ Deutliche Worte fand er auch zur aktuellen Verkehrspolitik: „Der Kulturkampf ums Auto muss aufhören“, betonte Hagel, „wer will, dass Autos produziert werden, muss auch wollen, dass sie verkauft werden. Wer will, dass Autos verkauft werden, muss auch wollen, dass sie gefahren werden.“ Er stellte klar, dass Klimaschutz und industrielle Wertschöpfung zusammen gedacht werden müssten – mit Innovation statt Verboten.
Weitere Schwerpunkte setzte Hagel bei Bildung, Sicherheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Frühkindliche Sprachförderung, kostenfreie berufliche Bildung bis zum Meister und mehr Prävention im Bereich der inneren Sicherheit seien entscheidende Bausteine, um das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen und ein positives Zukunftsgefühl zu schaffen.
Der Neujahrsempfang machte deutlich: CDU und Spitzenkandidat ziehen geschlossen an einem Strang. „Wir sind eine Volkspartei“, so Stickel, „unser Auftrag ist es, zu verbinden statt zu spalten und Politik für alle Bevölkerungsgruppen zu machen.“ Mit Blick auf den Wahlkampf zeigte er sich überzeugt: Gemeinsam mit Manuel Hagel wolle man den politischen Aufbruch für Baden-Württemberg gestalten. Mit dem Neujahrsempfang setzte die CDU im Wahlkreis Herrenberg-Leonberg ein starkes Signal zum Start des Wahljahres – geschlossen, inhaltlich klar und mit dem festen Anspruch, Verantwortung für die Zukunft des Landes zu übernehmen.



